Für ein 3D-Konfigurator-Projekt benötigt VertexGo Informationen zu Ihrem Produkt, seinen konfigurierbaren Optionen, den gewünschten Funktionen und den anzubindenden Systemen. Vorhandene CAD- oder 3D-Daten sind eine gute Grundlage. Fehlen sie, können wir die Modelle anhand von Fotos, Maßen, Videos oder technischen Zeichnungen erstellen.
Bei modularen Produkten und technischen Systemen kommen Informationen über zulässige Kombinationen und Berechnungen hinzu. Ein Konfigurator kann beispielsweise Lasten oder Volumen berücksichtigen. Dafür braucht es neben der sichtbaren Produktgeometrie auch die fachlichen Regeln, nach denen sich Ihr Produkt zusammensetzen und berechnen lässt.
Welche Informationen sind für das erste Gespräch wichtig?
Zum Einstieg wollen wir verstehen, welches Produkt Sie anbieten, wer es konfigurieren soll und was anschließend mit der Auswahl passiert. Bereiten Sie dafür möglichst diese fünf Punkte vor:
- Produkt und Optionen: Welche Produktfamilie soll konfigurierbar werden? Welche Varianten, Maße, Module oder Ausstattungen sollen Kunden auswählen können?
- Gewünschte Funktionen: Soll der Konfigurator bei der Beratung unterstützen, eine technische Auswahl ermöglichen, Preise berechnen oder zur Bestellung führen?
- Vorhandene Daten: Gibt es CAD-Dateien, 3D-Modelle, Produktbilder, Zeichnungen, Materialtexturen oder bereits dokumentierte Konfigurationsregeln?
- Systemanbindung: In welchem Shop, auf welcher Webseite oder in welchem Vertriebsprozess soll die Lösung eingesetzt werden? Welche weiteren Systeme sollen angebunden werden?
- Status quo, Ziele und Zielgruppe: Wie beraten und verkaufen Sie heute? Was möchten Sie verbessern, und sollen Endkunden, Fachhändler oder Ihr eigener Vertrieb den Konfigurator nutzen?
Auch offene Fragen gehören in dieses Gespräch. Wenn beispielsweise noch nicht feststeht, ob eine Konfiguration direkt bestellt oder zunächst angefragt werden soll, können wir beide Wege mit Ihnen besprechen.
Brauchen Sie CAD-Daten oder fertige 3D-Modelle?
Beides kann als Ausgangspunkt dienen. In unseren Projekten liegen häufig bereits CAD-Daten vor. Gibt es noch keine digitalen Modelle, übernehmen wir die Modellierung auf Basis Ihrer vorhandenen Produktunterlagen.
Vorhandene CAD-Daten: vorzugsweise STEP
Für die Übergabe von CAD-Daten erwarten wir in der Regel STEP-Dateien. Geben Sie dabei an, welches Produkt oder Modul eine Datei beschreibt und welche weiteren Ausführungen dazugehören. Bei einem modularen System ist besonders hilfreich, wenn sich die einzelnen Bauteile oder Baugruppen den konfigurierbaren Optionen zuordnen lassen.
Die vorhandenen Konstruktionsdaten bilden die Grundlage für die weitere Aufbereitung. Ein CAD-Modell allein beschreibt jedoch noch nicht, welche Kombinationen Kunden auswählen dürfen, welcher Preis daraus entsteht oder welche Daten an den Shop übergeben werden sollen.
Vorhandene 3D-Modelle: das Ausgangsformat ist kein Ausschlusskriterium
Wenn Sie bereits 3D-Modelle besitzen, können Sie uns diese unabhängig vom Format bereitstellen. Wir prüfen, welche Aufbereitung für den Konfigurator erforderlich ist. Sie müssen die Modelle deshalb vorab nicht selbst in ein vermeintlich passendes Zielformat umwandeln.
Ohne 3D-Daten: Modellierung aus Ihren Unterlagen
Wir können mit Fotos, Maßen, Videos, technischen Zeichnungen und weiteren Produktinformationen arbeiten. Welche Unterlagen ausreichend sind, hängt von Ihrem Produkt und der gewünschten Darstellung ab. Ein physisches Produkt wird dafür in der Regel nicht benötigt.
Als Vorbereitung können Sie vorhandene Ansichten des Produkts und seine wichtigsten Maße zusammenstellen. Zeigen Sie bei beweglichen oder modularen Produkten auch, welche Teile sich verändern oder miteinander verbinden lassen. Welche Informationen noch fehlen, klären wir anhand des vorhandenen Materials.
Wie werden Stoffe, Farben und Oberflächen vorbereitet?
Bei Stoffen und vergleichbaren Oberflächen nutzen wir meist Texturen vom Lieferanten des Kunden. Wenn solche Daten bei Ihrem Lieferanten bereits vorliegen, können sie für die Materialdarstellung bereitgestellt werden. Andere Materialien, etwa Holz oder Metall, stellen wir anhand von Referenzen nach.
Hilfreich ist eine eindeutige Zuordnung: Welche Textur oder Referenz gehört zu welcher Materialbezeichnung, und für welche Produktteile ist sie auswählbar? Verwenden Sie möglichst dieselben Bezeichnungen wie in Ihren Produktunterlagen. So lassen sich sichtbare Materialien und auswählbare Optionen miteinander verbinden.
Auch Einschränkungen gehören dazu: Falls ein Material nur für bestimmte Module oder Ausführungen verfügbar ist, sollte diese Abhängigkeit zusammen mit den Konfigurationsregeln beschrieben werden.
Welche Daten braucht ein Konfigurator für komplexe Produkte?
VertexGo kann auch modulare Systeme und Produkte mit Berechnungslogik umsetzen. Die Anforderungen reichen von der Kombination einzelner Module bis zur Berechnung von Lasten, Volumen und weiteren produktbezogenen Größen. Entscheidend ist, die Regeln Ihres Produkts nachvollziehbar zu beschreiben.
In der Regel stellt der Kunde dafür einen Konfigurationsbaum bereit. Alternativ genügt als Ausgangspunkt eine Übersicht der Optionen und ihrer Abhängigkeiten. Ein selbst entwickeltes Konfiguratorprogramm müssen Sie dafür nicht mitbringen.
Optionen und Abhängigkeiten beschreiben
Halten Sie fest, welche Auswahlmöglichkeiten es gibt und wie sie zusammenhängen. Dazu gehören verfügbare Module, Maße und Ausstattungen ebenso wie Pflichtkombinationen oder Ausschlüsse. Bei einem modularen System ist außerdem relevant, an welchen Positionen sich Module ergänzen lassen und welche Größen dabei variabel sind.
Planungsbeispiel · modulares System
- Aufbau
- Welche Grund- und Erweiterungsmodule gibt es? Welche Maße oder Anordnungen sind auswählbar?
- Abhängigkeiten
- Welche Module passen zusammen? Welche Auswahl setzt eine andere voraus oder schließt sie aus?
- Berechnungen
- Welche Eingaben bestimmen Volumen, Lastgrenzen oder andere Ergebniswerte? Welche Formeln oder Tabellen gelten?
- Ergebnis
- Welche Artikel, Mengen, technischen Werte und gegebenenfalls Preise sollen aus der Konfiguration hervorgehen?
Diese Fragen dienen als Planungshilfe. Sie beschreiben kein konkretes Kundenprojekt.
Berechnungen mit nachvollziehbaren Beispielen ergänzen
Wenn Ihr Konfigurator technische Werte ermitteln soll, stellen Sie die dazugehörigen Berechnungsgrundlagen zusammen. Hilfreich sind Formeln, Tabellen oder bereits verwendete Rechenwege mit den jeweiligen Eingaben, Einheiten und Grenzen. Ergänzen Sie nach Möglichkeit Beispielkonfigurationen mit dem erwarteten Ergebnis.
So wird aus der Anforderung „Volumen berechnen“ eine nachvollziehbare Aufgabe: Welche Maße fließen ein, welche Bauteile beeinflussen das Ergebnis und welcher Wert soll angezeigt werden? Bei Lasten gilt entsprechend, dass die zugrunde liegenden Produktdaten und zulässigen Kombinationen eindeutig sein müssen. Den konkreten Umfang der Berechnungslogik stimmen wir für Ihr Projekt ab.
Was wird für Artikel, Preise und die Systemanbindung benötigt?
Die Daten sollten zum gewünschten Verkaufsprozess passen. Bei einer Vertriebsanfrage muss Ihr Team die gewählte Konfiguration nachvollziehen können. Bei einer Bestellung im Onlineshop kommt die Zuordnung zu Artikeln, Mengen und Preisen hinzu.
Beschreiben Sie deshalb, wo Ihre Produkt- und Preisdaten heute gepflegt werden und was am Ende einer Konfiguration passieren soll. Für die Planung sind insbesondere diese Angaben hilfreich:
- Artikelzuordnung: Welche Artikelnummern gehören zu den ausgewählten Varianten oder Modulen? Entstehen mehrere Positionen oder ein konfiguriertes Gesamtprodukt?
- Preisgrundlage: Gibt es feste Variantenpreise, Aufpreise, Mengenregeln oder eine Berechnung anhand eingegebener Maße?
- Zielsystem: Welcher Shop oder welche Webseite ist im Einsatz? Welche Informationen sollen gegebenenfalls an weitere Systeme übergeben werden?
- Weiterverarbeitung: Soll die Auswahl im Warenkorb landen, eine Anfrage auslösen oder in einem Dokument zusammengefasst werden?
Sie müssen dafür keine fertige Schnittstellenspezifikation erstellen. Vorhandene Informationen über Ihre Systeme und den gewünschten Ablauf helfen uns, die Anbindung mit Ihnen zu planen. Weitere Beispiele finden Sie bei unseren Integrationen für Shops, Webseiten und Vertrieb.
Wie geht es bei VertexGo von den Unterlagen zum Angebot?
Die erste Kontaktaufnahme führt zu einem gemeinsamen Gespräch. Unser Ablauf besteht zunächst aus drei Schritten:
- Sondierungsgespräch: Wir besprechen Ihren Status quo, Ihre Ziele und Zielgruppe sowie Produkt, Optionen, Funktionen, vorhandene Daten und Systemanbindungen.
- Kundenspezifische System-Demo: In einem zweiten Termin zeigen wir Ihnen eine auf Ihre Anforderungen zugeschnittene Demo der VertexGo-Plattform.
- Angebot: Anschließend erhalten Sie das Angebot für Ihr Projekt auf Grundlage der besprochenen Anforderungen.
In der Umsetzung übernehmen wir üblicherweise die vollständige Implementierung von der Planung über die Aufbereitung oder Erstellung der 3D-Modelle bis zur Systemanbindung und zum Support. Ihr Team bringt das Produktwissen, die verfügbaren Unterlagen und das Feedback zu den Zwischenständen ein.
Nach der Einrichtung können Sie Inhalte auch selbst über die VertexGo-Plattform pflegen. Welche Produktdaten, Optionen und Regeln dafür abgebildet werden, hängt von Ihrem Projekt ab.
Der nächste Schritt ist daher eine Übersicht Ihres Vorhabens: Produkt, konfigurierbare Optionen, gewünschte Funktionen, vorhandene Daten und bestehende Systeme. Damit lässt sich das Sondierungsgespräch konkret vorbereiten, auch wenn noch nicht alle Detailfragen entschieden sind.